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Auf den Code

Vier Ziffern statt eines Schlüssels — so sieht die tägliche Handhabung eines Codeschlosses in Kürze aus. Keine Karten, Schlüsselanhänger oder Apps: Du gibst die PIN an der Tastatur ein und die Tür öffnet sich. Gerade diese Einfachheit macht das Codeschloss zur beliebtesten Art unter elektronischen Schlössern, die in Wohnungen, Mietapartments und Eingangstüren zu Büros montiert werden. Es erfordert vom Benutzer keine Technologie — es genügt das Gedächtnis.

Wie funktioniert ein Codeschloss für Türen?

Der Mechanismus ist einfach: Das Schloss verfügt über eine eingebaute numerische Tastatur (touchscreen oder Tasten), auf der der Benutzer eine Zahlenkombination eingibt. Die Zentrale vergleicht die eingegebene Sequenz mit den im Speicher gespeicherten Codes. Wenn der Code korrekt ist — gibt das Schloss den Riegel frei oder zieht den Bolzen zurück. Der gesamte Vorgang dauert 1–3 Sekunden, einschließlich der Eingabe. Moderne Modelle unterstützen Codes mit einer Länge von 4 bis 10 Ziffern, und einige erlauben auch Kombinationen mit Buchstaben auf der alphanumerischen Tastatur.

Die Touch-Tastatur (kapazitiv) sieht elegant aus — ein flacher Bildschirm ohne bewegliche Teile, leicht zu reinigen und schmutzabweisend. Sie hat jedoch einen Nachteil: Nasse oder gefrorene Finger können die Bedienung erschweren, und abgenutzte Ziffern auf dem Panel verraten Teile des Codes (Effekt der "abgeriebenen Tasten"). Die mechanische Tastatur (Tastentechnik) ist weniger anfällig für diese Probleme — sie funktioniert zuverlässig mit Handschuhen, im Regen und bei –20°C. Bei Schlössern, die außen montiert sind — an der Pforte, beim Garagentor, bei Eingangsbereichen, die dem Niederschlag ausgesetzt sind — ist die Tastatur mit Tasten die sicherere Wahl.

Die Funktion "zufälliger Präfix" löst das Problem abgeriebener Tasten: Der Benutzer gibt beliebige Ziffern vor dem richtigen Code ein, und das Schloss erkennt die korrekte Sequenz im Datenstrom. Der Effekt — alle Tasten nutzen sich gleichmäßig ab und der Code kann nicht aufgrund von Fingerabdrücken erraten werden.

Code-Typen — fester PIN, zeitlich begrenzter Code, Einmalcode

Ein fester PIN ist die einfachste Variante: Der einmal festgelegte Code bleibt gültig, bis er geändert oder gelöscht wird. Er bewährt sich in Einfamilienhäusern und Büros mit festem Personal — jeder Mitarbeiter erhält seinen eigenen PIN (z. B. 6-stellig), und im Falle eines Ausscheidens aus der Firma löscht der Administrator einfach diesen einen Code aus dem Speicher des Schlosses.

Ein zeitlich begrenzter Code (time-limited) funktioniert in einem bestimmten Zeitrahmen oder an ausgewählten Wochentagen. Der Eigentümer eines Ferienapartments generiert einen Code, der beispielsweise von Freitag 15:00 Uhr bis Sonntag 11:00 Uhr gültig ist — der Gast gibt ihn an der Tastatur ein und gelangt hinein, und nach Ablauf der Check-out-Zeit wird der Code automatisch ungültig. Es muss nichts händisch geändert werden, und man muss nicht vor Ort sein. Dies ist eine Funktion, die traditionelle Schlüsselfächer bei Airbnb- und Booking-Apartments praktisch eliminiert hat.

Ein Einmalcode (OTP — One Time Password) verliert nach einmaliger Verwendung seine Gültigkeit. Er ist nützlich, um einen Kurier, Servicetechniker oder Reinigungsteam hereinzulassen — die Tür wird einmal geöffnet, und danach ist der Code "verbrannt". Die meisten Schlösser, die OTP-Codes generieren, benötigen eine Verbindung zu einem wifi-gesteuerten Schloss oder einem WiFi-Gateway, da der Code in einer mobilen App generiert und über das Internet übertragen wird.

Codeschloss für Eingangstüren — was es erfüllen muss

Eingangstüren sind die Grenze zwischen dem Innenraum und der Außenwelt, daher muss das Schloss höhere Anforderungen erfüllen als ein Modell für Innentüren. Wichtige Parameter bei der Auswahl eines Codeschlosses für Eingangstüren: Mindest-IP-Schutzklasse von IP44 (Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen), bei direkter Regeneinwirkung — IP54 oder IP65. Temperaturbereich: von –20°C bis +60°C. Mechanische Widerstandsfähigkeit: Stahlriegel mit einem Mindestdurchmesser von 14 mm, idealerweise mit einem bohrschutzverstärkten Bolzen.

Der Abstand des Schlosses (der Abstand zwischen der Achse des Türdrückers und der Achse des Zylinders) muss dem vorhandenen Loch in der Tür entsprechen. Die Standard-Europäischen Abstände sind 72 mm (der häufigste in Wohnungstüren) und 85 mm (Einbruchschutz-Türen, Treppenhäuser). Codeschlösser für Eingangstüren unterstützen Flügeltüren mit einer Dicke von 35 bis 70 mm — typische Außentüren von Häusern und Wohnungen fallen in diesen Bereich. Wenn Deine Tür eine nicht standardmäßige Dicke hat (z. B. 80 mm bei einer Eichenhaustür), überprüfe vor dem Kauf, ob der Hersteller Verlängerungen anbietet.

Externes Codeschloss — Pforte, Garage, Technikraum

Das Codeschloss, das an der Gartenpforte installiert ist, funktioniert etwas anders als das Türmodell. Anstelle eines eingebauten Riegels steuert das Schloss einen elektrischen Türöffner — ein Gerät, das im Türrahmen des Gartentors eingebaut ist und den Riegel nach Erhalt eines elektrischen Impulses freigibt. Die Tastatur (Codegeber) wird auf einem Pfosten oder auf dem Zaunpanel in einer Höhe von 130–150 cm über dem Boden montiert, und der elektrische Türöffner im Rahmen des Gartentors. Die Verbindung zwischen ihnen erfordert ein Kabel von 2×0,75 mm² und ein Netzteil für das elektronische Schloss 12V DC.

Der äußere Codegeber sollte eine Schutzklasse von mindestens IP65 haben (staubdicht, wasserstrahlenbeständig) und ein Gehäuse aus Metall — Modelle aus Kunststoff überstehen in der Regel nicht mehr als 2–3 Saisons an einem polnischen Zaun. Achte auch auf die Beleuchtung der Tasten: Bei einer Pforte ohne Außenbeleuchtung wird das Eingeben des Codes nach Einbruch der Dunkelheit frustrierend, wenn die Tastatur nicht leuchtet. Bei der Installation in einem System mit Video-Türsprechanlage kann der Codegeber mit der Vidos-Toranlage integriert werden — der Gast wählt die Wohnungsnummer, und der Bewohner öffnet die Pforte vom Monitor aus oder gibt den Code am Codegeber ein und gelangt eigenständig hinein. Weitere Informationen zur Verbindung dieser Geräte findest Du in dem Vergleich von IP- und 2-drahtlosen Video-Türsprechanlagen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Codes können in einem Codeschloss programmiert werden?

Das hängt vom Modell ab. Einfache Codeschlösser für Innentüren unterstützen 10–30 Codes. Modelle für Eingangstüren und Apartments — von 50 bis 200 unabhängigen Codes. Hotel- und Bürosysteme mit Verwaltungssoftware — sogar über 1.000. Bei einem Mietapartment sind 100 Codes mehr als ausreichend — ein Gast = ein zeitlich begrenzter Code, und nach der Saison sind die ältesten Codes sowieso abgelaufen.

Kann ein Codeschloss auch mit einem Notfallschlüssel geöffnet werden?

Die meisten Codeschlösser, die in Eingangstüren montiert sind, verfügen über einen Notfallzylinder oder ein Schloss für einen mechanischen Schlüssel. Dies ist eine Sicherung für den Fall einer vollständigen Entladung der Batterie oder eines Elektronikfehlers — Du steckst den Schlüssel rein und öffnest manuell. Modelle ohne Notfallschlüssel haben in der Regel einen micro-USB- oder USB-C-Anschluss, über den Du von außen eine Powerbank anschließt und die Elektronik für die Türöffnung wieder belebst.

Ist ein Codeschloss für Eingangstüren sicher — kann jemand den Code ausspähen?

Es gibt zwei Risiken: das Ausspähen des eingegebenen Codes (Shoulder Surfing) und das Lesen von Spuren auf der Tastatur. Davor schützt die Funktion des zufälligen Präfixes — Du gibst einige zufällige Ziffern vor dem richtigen Code ein, sodass der Beobachter nicht weiß, wo der PIN beginnt. Davor schützt auch der regelmäßige Wechsel der Codes und eine Tastatur mit gleichmäßig abgenutzten Tasten (oder eine Touch-Tastatur, auf der die Spuren weniger sichtbar sind). Eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme: die Sperre nach 5 falschen Versuchen (das Schloss sperrt sich für 3–5 Minuten), was Brute-Force-Angriffe ausschließt.

Wie viel kostet ein Codeschloss für Türen?

Einfache Codeschlösser (nur der PIN, batteriebetrieben, für Innentüren) beginnen bei 150–250 PLN. Codeschlösser für Eingangstüren mit zeitlich begrenzten Codes und Bluetooth kosten 350–800 PLN. Der äußere Codegeber (für die Pforte, in Verbindung mit einem elektrischen Türöffner) ist mit Kosten von 200–500 PLN verbunden, aber dazu kommt der Preis des elektrischen Türöffners (80–200 PLN) und des Netzteils (40–100 PLN). Schlösser mit vollständiger WiFi-Integration und mobiler App — 500–1.200 PLN.

Was unterscheidet ein Codeschloss von einem Kartenschloss — wann ist ein Code besser und wann eine Karte?

Der Code gewinnt dort, wo Du physische Trägermittel nicht verwalten möchtest: Mietapartments (den Code sendest Du per SMS), Büros mit Selbstbedienungszugang, Technikräume. Ein Kartenleseschloss funktioniert besser bei hoher Fluktuation (Hotel — Karte wird an der Rezeption ausgegeben) und dort, wo es auf Geschwindigkeit ankommt (Karte anlegen: 0,3 s, Code eingeben: 3–4 s). Viele Schlösser im Angebot von KUT-MET kombinieren beide Methoden — Code + Karte + Bluetooth — sodass Du nicht zwischen "entweder-oder" wählen musst, wenn Du Flexibilität benötigst. Sieh Dir auch das Fingerabdruckschloss an, das das Problem sowohl mit Schlüsseln als auch mit Codes beseitigt.

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